Das Interview wurde durchgeführt und geleitet von Peter Bachmann (Ortsgruppe Amberg)

PB: Servus Michael ! Schön das Du Dir die Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Diese sind bestimmt interessant für die Bürgerinnen und Bürger in Amberg.
MP:… Erst mal vielen Dank für dieses kleine Interview. Die Zeit nehme ich mir natürlich gerne dafür. Als erstes wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und vor allen friedvolles neues Jahr 2017.
PB: Am besten stellst Du Dich einfach mal kurz vor.
MP:… Mein Name ist, wie oben schon erwähnt, Michael Prensky, 57 Jahre jung, geschieden und mit
2 Kindern und fünf Enkeln gesegnet. Ich wohne seit gut drei Jahren in der kleinen Marktgemeinde Schmidmühlen. Beruflich bin ich seit einundzwanzig Jahren als Zivilbeschäftigter tätig.
PB: Du trittst ja für den Wahlkreis Amberg an, der auch Neumarkt mit beinhaltet. Gab es bei Deiner Nominierung auch so eine, sagen wir mal, „Kampfabstimmung“, wie bei der Christlich-Sozialen Partei?
MP:…. Ich kandidiere im Bundestags-Wahlkreis 232, der sowohl die Landkreise Neumarkt i.d.OPf. und Amberg-Sulzbach sowie die Stadt Amberg einschließt. Eine Kampfabstimmung gab es in meinen Falle bei der Nominierung zum Bundestags-Direktkandidaten, mangels Gegenkandidaten leider nicht, was ich eigentlich sehr schade fand. Ich stehe ja schon mit auf der Landesliste der Bayernpartei zur Bundestagswahl. Ich hätte sehr gerne ein jüngeres Parteimitglied in dieser Position gesehen, da ich der Meinung bin, dass sie frischen Wind in die oft sehr angestaubte Politik bringen würden.
Das Problem gibt es allerdings nicht nur bei uns in der Partei, wie man bei meinen Gegenkandidaten sieht. Die junge Generation möchte einfach nicht die vielen Fehler der Politik vergangener Jahre ausbügeln, für die sie selbst nicht verantwortlich ist. Auch wenn gerade sie die Auswirkungen in der Zukunft massiv erfahren wird.
PB: Verstehe. Mit welchen Wahlkampfthemen willst Du die Amberger ansprechen und in Berlin vertreten?
MP:… Ganz vorne stehen bei mir die Arbeitsmarkt-, Familien- und Rentenpolitik auf der Liste. Diese drei kann man einfach nicht trennen, da sie unmittelbar zusammen hängen. Um es ganz kurz zu sagen. Wenn ein Familienmitglied seine Familie nicht ernähren kann, dann kann die Familie ein Kind oder gar mehrere Kinder nur schwer bis zur völligen Eigenständigkeit unterhalten, ernähren und großziehen . Dadurch fehlen dann Beitragszahler für die Rentenkassen, und die Altersarmut wird dadurch ständig weiter steigen. Darum bin ich persönlich der Meinung, dass der Mindestlohn, wenn er nun mal schon eingeführt wurde, bei mindestens 13 Euro liegen sollte und „ohne Ausnahmen“ auch von allen Arbeitgebern gezahlt werden müsste.
Es wird ebenfalls ständig propagiert das zu wenig deutsche Kinder geboren werden. Dann muss man dieses eben ändern. Deutsche Staatsbürger mit festen Wohnsitz in Deutschland sollten zum Beispiel für jedes hier neugeborene Kind mit einer Hilfe von 5000 Euro für die Erstausrüstung unterstützt werden. Eine gute Starthilfe wäre weiterhin ein zinsloser Kredit in Höhe von rund zehntausend Euro. Rückzahlbar über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren. Dieses wäre problemlos aus Steuergeldern zu bezahlen. Für alles andere ist schließlich auch immer Geld vorhanden. Unseren nachfolgenden Generation sollte es darum erst recht zur Verfügung gestellt werden. Das Kindergeld sollte auch mehr als um die lächerlichen 2 Euro im Monat erhöht werden. Das deckt gerade mal, wenn überhaupt, drei ganze Schulessen im Jahr ab.
Die seit 2015 neu in das Land geholten und meistens in unsere Gesellschaft nicht integrierbaren Asylbewerber werden das Problem nicht lösen, sondern im Gegenteil ständig verschärfen.
Womit wir bei einem Thema wären an dem niemand vorbei kommt. Ich bin sehr dafür, dass wirklich Verfolgte und echte Kriegsflüchtlinge bei uns für die notwendige Zeit aufgenommen und wenn nötig auch versorgt werden, so wie es in unseren Gesetzen steht. Allerdings haben diese Menschen damit die Pflicht, sich an unsere Gesetze und Gepflogenheiten anzupassen und nicht umgekehrt. So wie es sich für Gäste gehört. Wer straffällig wird hat sein Aufenthaltsrecht verwirkt. Egal von woher er auch kommt. Der größte Teil von Asylbewerbern hat allerdings kein Recht auf Asyl, sondern wird völlig unverständlicherweise mit „Duldungsscheinen“ weiter im Land gehalten und komplett versorgt, obwohl zum großen Teil auf Grund fehlender Papiere nicht einmal feststeht wer und wie alt die Personen überhaupt wirklich sind. So wie bei dem „IS Attentäter“ von Berlin mit vierzehn Identitäten, der dreizehn Menschen mit einen gestohlenen LKW tötete und fast fünfzig teils lebensgefährlich verletzte. (Weihnachts-)Märkte, große Veranstaltungen, Feste und Feierlichkeiten wie jetzt zum Beispiel an Silvester am Kölner Dom und Brandenburger Tor, um nur zwei zu nennen, werden von schwer bewaffneten Sicherheitskräften geschützt. Geht es aber darum endlich die Grenzen komplett zu schließen und zu sichern, ist dies plötzlich nicht möglich, oder besser nicht gewollt. Das Stellen von Asylanträgen, sowie die Entscheidung darüber, muss auf zu schaffende Zentren in den Heimat- und Nachbarländer der Antragsteller begrenzt werden. Ich kann kein Land (außerhalb der EU) ohne gültige Papiere betreten, ohne sofort verhaftet zu werden. Dafür gibt es die bestehenden Gesetze und Verträge, welche auch in unserem Staat endlich wieder gelten sollten.
Es geht nicht, dass eine Kanzlerin praktisch im Alleingang bestimmt was richtig ist und was nicht. Auch wenn sie jetzt aus Wahlkampf-Strategischen Gründen versucht, bei so manchen Punkten angeblich zurück zu rudern. Passiert ist bisher jedoch nichts weiter. Glauben tun ihr selbst viele eigene Parteimitglieder der Basis nicht mehr, und fordern auf Versammlungen mit Merkel vehement ihren Rücktritt. Sie sagt dem Volk immer, dass Angst kein guter Ratgeber wäre. Kann man auch leichtfertig sagen, wenn man selbst 24 Stunden am Tag einen ganzen Pulk Bodyguards um sich hat, und in einer schwer gepanzerten Limousine sitzt. Wir dagegen müssen faktisch ungeschützt ihre Politik ausbaden, da es die Staatsmacht auf Grund von Personalmangel, Überlastung und unzureichender Ausrüstung längst nicht mehr schafft. Der Souveränitätsverzicht unseres Staates muss beendet werden. Wir müssen endlich wieder zurück zu einer echten dem Volk geschuldeten Demokratie. Damit muss auch dem Zentralismus der EU ein Riegel vorgeschoben werden. Diese Bürokraten und Lobbyisten interessiert ebenfalls die normale Bevölkerung sowieso kaum noch ernsthaft. Die selbsternannte politische „Führungselite“ ist schon lange völlig jenseits der Realität. Sie sind mehr am Wohlergehen der Banken und Großindustrie interessiert, wie man bei den ganzen sogenannten Freihandelsabkommen sehen kann.
Hartz IV hat sich als völlig untauglich und vor allem ungerecht erwiesen und ist somit rückgängig zu machen. Man kann einfach nicht alle Bezieher von Sozialleistungen ohne Rücksicht auf das im zurückliegenden Leben Geleistete, über einen Kamm scheren.
„Leiharbeiter“ müssen denselben Lohn erhalten wie ihre festangestellten Kollegen. Außerdem sollten sie von dem Arbeitgeber nach 6 Monaten Beschäftigung für mindestens zwei Jahre fest übernommen werden. Die Anstrengungen, die es dazu schon gibt, müssen endlich in die Tat umgesetzt werden.
Wir müssen auch wieder mehr von der Massentierhaltung weg, und hin zur bäuerlichen Hofwirtschaft. Das große Sterben der Bauernhöfe, ganz besonders in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern fällt uns sonst irgendwann ganz gehörig auf die Füße. Damit kann auch der Tierschutz wieder verbessert werden.
Zu guter Letzt noch der Straßen- und Brückenbau. Wenn auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren keine massiven Anstrengungen unternommen werden um marode Verkehrswege zu erneuern, dann bricht uns irgendwann die gesamte Infrastruktur zusammen, was niemanden erfreuen dürfte. Es muss endlich begonnen werden voraus statt hinterher zu planen. Das Thema muss die komplette Erneuerung sein und nicht nur Flickschusterei. Es gäbe noch viele weitere Punkte, die aber den Rahmen hier komplett sprengen würden.
PB: Worin genau siehst Du Deine Stärken, die Dich von anderen Kandidaten hervorhebt ?
MP:… Nun, ich bin auf jeden Fall völlig ohne politische Altlasten und Tunnelblick, obwohl ich schon seit frühester Kindheit sehr an Politik interessiert bin. Bin komplett frei von Lobbyismus und deren Seilschaften. Direkt aus dem arbeitenden Volk, ohne Fraktionszwänge und nur den Wählern und meinem eigenen Gewissen verpflichtet. Natürlich ist mir vollkommen klar, dass man immer, wie im realen Leben auch, Kompromisse schließen muss. Nur möchte ich damit leben und mir am nächsten Tag noch selber im Spiegel in die Augen sehen können. Es wäre schön, wenn die zunehmende Politikverdrossenheit, die auf Grund der regierenden selbst ernannten politischen Elite erstarkte, wieder abnimmt und der mündige Wähler mehr von seinem Recht der Wahl Gebrauch macht. Sie sollten dem regierenden Establishment, wie in den USA, zeigen, dass sie nicht einfach weiter ungestraft an ihnen vorbei regieren können.
PB: Das klingt auf jeden Fall hochinteressant. Da Du ja nicht weit von Amberg weg wohnst, gibt es auch bestimmte lokale Themen für die Du Dich einsetzen möchtest ?
MP:… Sehr wichtig finde ich da zur Zeit, dass man das zentrale Stadtbild von Amberg nicht durch die im Gespräch befindliche Tiefgarage entstellen sollte. Diese Tiefgarage ist nicht unbedingt notwendig. Da gibt es bestimmt einige andere Möglichkeiten, wie Elektro-Stadtbusse und ähnliches.  Trotzdem sollten darüber am besten alle Amberger Bürger abstimmen können. Auch in der Bahnhofgarage wäre noch ausreichend Platz vorhanden Sie müßte allerdings umgebaut werden, da sie nicht mehr auf den aktuellen Stand ist. Es sollte mehr auf die am Altstadtring vorhandenen anderen Parkmöglichkeiten zurückgegriffen werden. Sie sind oft bei weitem nicht ausgelastet. Es ist einfach nicht notwendig fast in jedes Geschäft „fahren“ zu können. Einen kleinen Fußweg nehmen garantiert die meisten Menschen gerne in Kauf und sollte auch für viele älteren Menschen möglich sein. Außerdem müssten die Parkgebühren in der Innenstadt mal überdacht werden. Schließlich sollte durch ihre Höhe nicht das Leben der Innenstadt gedrosselt werden. Damit ist niemanden geholfen. Eine 30-Minuten-(Semmeln holen-oder Kaffeetrinken) Zeitzone sollte, wie in vielen anderen vergleichbaren Städten drin sein. Die Gaststätten- und Geschäftsinhaber werden es der Stadt bestimmt danken.
PB: Ich sehe schon, Du bist einer aus unserer Mitte, der den Blick fürs Wesentliche nicht verloren hat. Eine letzte Frage vielleicht noch. Lohnt sich der Weg in den Bundestag überhaupt, wenn wir sowieso ein eigenständiges freies Bayern möchten ?
MP:… Ein eigenständiges Bayern spielt bei mir für die Bundestagswahl kein so großes Thema. Sollten wir in den Bundestag einziehen, was bei der derzeitigen völlig verkorksten Politik der Regierung wünschenswert wäre, um es mal nett auszudrücken, sehe ich es aber als eine gute Chance diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Schließlich wird es ganz ohne Bundestag wohl nicht zu schaffen sein, wenn es einmal dazu kommen sollte. Als allererstes muss aber die bayerische Bevölkerung selbst zu über 50% dafür bereit sein.
PB: Wo siehst du dich in fünf Jahren ?
MP:… Mich mit vielen neuen, frischen, realitäts-und volksnahen Politikern im Bundestag. Wir müssen weg von einem politischen System was zu oft nur den „Reichen“ nutzt, aber allen anderen schadet. Wir müssen weg von Politikern die im Bundestag über die Probleme ihrer Bürger nur lachen, und sie schon lange nicht mehr wirklich ernst nehmen. Was sie dafür gerne nehmen sind ihre aus Steuergeldern bezahlten Diäten!
Ansonsten bin ich der Meinung, dass dies eine Angelegenheit der mündigen Einwohner Deutschlands ist, die ihr demokratisches Recht der Wahl in Anspruch nehmen. Sie müssen schließlich entscheiden in was für einem Staat sie wohnen und leben möchten, und welches Land sie einmal den nachfolgenden Generationen übergeben bzw. hinterlassen wollen. Eines in dem man noch wie bis vor wenigen Jahren, auch als Normalbürger ohne Bodyguards und gepanzerte Limousine, relativ angstfrei leben, feiern und sich bewegen konnte, oder eines für das uns unsere Kinder, Enkel, Neffen, Nichten und andere Familienmitglieder in der Zukunft „hassen“ werden? „Die Wähler Deutschlands halten ihr Schicksal selber in der Hand“.
PB: Vielen Dank Michael ! Das war jetzt alles sehr aufschlussreich. Sollte jetzt noch jemand eine Frage an Dich haben, sag doch kurz, wie man Dich erreichen kann.
MP:… Erreichbar bin ich über die Seite des Bezirksverbandes OPf. http://www.bayernpartei-oberpfalz.de/…
oder über meine E-Mail-Adresse michael.prensky@bayernpartei.de
PB: Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass Michael auch über die Ortsgruppe Amberg der Bayernpartei (schaut doch mal auf unsere Facebook-Seite) zu erreichen ist. Der E-Mail-Kontakt wäre:
bayernpartei-og-amberg@outlook.de
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit !
Blau-Weiße Grüße
Peter Bachmann

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